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Uluru und Kata Tjuta — das Rote Zentrum und seine traditionellen Eigentümer

Turistic · 28.07.2026

Der Uluru erhebt sich 348 Meter über die umgebende Ebene — höher als der Eiffelturm bis zur Aussichtsplattform — und reicht schätzungsweise zweieinhalb Kilometer unter die Oberfläche. Der Umfang am Fuß beträgt 9,4 Kilometer. Der Fels besteht aus Arkose-Sandstein; das Sediment lagerte sich vor rund 550 Millionen Jahren ab, die heutige Form entstand vor etwa 300 Millionen Jahren.

Wessen Land das ist

Die traditionellen Eigentümer sind die Anangu — Pitjantjatjara und Yankunytjatjara, die hier seit Zehntausenden von Jahren leben. Ihr Rechts- und Glaubenssystem heißt Tjukurpa und ist keine Folklore: Es regelt Landbewirtschaftung, Verwandtschaft, Zeremonien und die Frage, welche Geschichten wem erzählt werden dürfen.

Am 26. Oktober 1985 wurde das Eigentum am Park an die Anangu zurückgegeben; sie verpachteten ihn umgehend für 99 Jahre an Parks Australia zurück, in gemeinsamer Verwaltung. Die UNESCO nahm den Park zweimal auf — 1987 für die Natur, 1994 für die Kultur — womit er zu den wenigen gemischten Welterbestätten der Erde zählt.

Der Aufstieg und warum er endete

Jahrzehntelang baten die Anangu Besucher, den Uluru nicht zu besteigen; die Route kreuzte einen Pfad von tiefer Bedeutung im Tjukurpa, und sie fühlten sich verantwortlich, wenn Kletterer dort starben — mehr als dreißig kamen ums Leben. Am 26. Oktober 2019, exakt 34 Jahre nach der Rückgabe, wurde der Aufstieg dauerhaft geschlossen. Entschieden hat das der Parkvorstand, in dem die Anangu die Mehrheit stellen.

Was an seine Stelle trat, ist besser. Der Base Walk umrundet den gesamten Fels auf 10,6 Kilometern — drei bis vier Stunden — vorbei an Wasserlöchern, Höhlen und Felsmalereien, die der Aufstieg nie zeigte. Einzelne Abschnitte sind als heilige Stätten ausgewiesen, an denen nicht fotografiert werden darf; diese Bitten verdienen Respekt.

Kata Tjuta

Dreißig Kilometer westlich stehen 36 Kuppen, die die Anangu Kata Tjuta nennen — „viele Köpfe”. Der Mount Olga, die höchste, ragt 546 Meter über die Ebene — fast 200 Meter höher als der Uluru, obwohl weit weniger Besucher hierher fahren. Der Weg durch das Valley of the Winds führt 7,4 Kilometer durch die Schluchten zwischen den Kuppen und ist die schönste Wanderung des Parks. Er schließt um 11 Uhr, wenn die Vorhersage 36 °C übersteigt.

Jenseits des Parks

  • Kings Canyon (Watarrka) — 300 Kilometer nordöstlich; der sechs Kilometer lange Rim Walk beginnt mit einem quälenden Anstieg und öffnet sich dann auf Sandsteinkuppeln und eine palmengefüllte Schlucht.
  • Alice Springs — 450 Kilometer entfernt, etwa fünf Autostunden. Kein Tagesausflug.
  • Field of Light — Bruce Munros Installation aus 50.000 Lichtstängeln bedeckt seit 2016 ein Stück Wüste und wird immer wieder verlängert.

Praktische Hinweise

  • Fliegen ist der Normalfall: Der Ayers Rock Airport (Yulara) liegt direkt am Resort, mit Direktflügen aus Sydney, Melbourne und Brisbane.
  • Hitze: Sommertage überschreiten 45 °C, Winternächte fallen unter null. Mai bis September ist das vernünftige Fenster.
  • Wasser: drei Liter pro Person und Tag auf jeder Wanderung — die Ranger meinen das ernst.
  • Fliegen (die Insekten): Kaufen Sie ein Kopfnetz. Alle tragen eins, niemand lacht.

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